Der Wunschzettel-Briefkasten

Hast du einen Weihnachtswunsch? Dann wirf ihn in den Wunschzettel-Briefkasten bei der Bahnhofstr. 44-46 in Sonneberg! So landet er geradewegs beim Weihnachtsmann und seinen Helferlein.
Was dann mit deinem Wunsch passiert, kannst du hier nachhören.

 

Zum Mitlesen:
Station 4: Der Wunschzettel-Briefkasten

Fee vom Veenufen springt aufgeregt um den Berg an Postkarten und Briefen. „Wau! So viele Wünsche!“, jubelt die Hundedame. „Da wird sich der Weihnachtsmann aber freuen!“
Mehrmals am Tag leeren die kleinen Weihnachtsmäuse Maik und Mia den Wünschebriefkasten und sortieren die Wunschzettel.
„Es sind wirklich viele“, stimmt Maik Fee zu.
Mia Maus nickt. „Die meisten sind von den Sonnebergern. Aber es sind auch Wünsche aus der ganzen Welt dabei.“
Maik schnappt sich eine Postkarte. „Aha“, sagt er fachmännisch. „Hier wünscht sich Sofie, 4 Jahre alt, eine Puppe mit langen, weichen Haaren. Na, das ist doch ein klarer Fall für unsere Sonneberger Weihnachtswerkstatt.“ Mit einem geübten Wurf segelt die Postkarte in eine Box.
Fee nickt eifrig. „Aus Sonneberg kommen die schönsten Puppen. Bestimmt hat Biene Lea große Lust, zu Sofie zu kommen! Und was hast du da, Mia?“
Mia runzelt über einem Briefbogen die Stirn. „Hier wünscht sich ein Kind einen Roboter, der immer sein Zimmer aufräumt, seine Hausaufgaben macht und ihm jede Stunde eine Extra-Wurst brät.“
„Gibt’s das überhaupt?“, will Fee wissen.
„Vielleicht in China“, meint Maik. „Wir geben den Wunsch weiter an die Außenstelle.“
„Dem Weihnachtsmann wird schon was einfallen“, sagt Mia zuversichtlich. „Er tut immer sein Bestes, um alle Wünsche zu erfüllen. Nun ja, jedenfalls …“ Sie blickt bang auf eine kleine Kiste in der hintersten Ecke der Poststation.
Fee schaut verwundert zwischen Mia, Maik und der Kiste hin und her. „Was ist denn damit?“
„Das ist die Kiste, in die die nur schwer erfüllbaren Wünsche kommen“, flüstert Mia.
„Oh, wau“, bellt Fee. „Darf ich mal schauen?“
„Nur zu“, sagt Maik und öffnet schon den nächsten Wunschzettel.
Fee schaut in die Kiste. „Ich wünsche mir so sehr einen Hund. Einen echten lebendigen … schreibt Samuel, 7 Jahre alt. Wauwau, ich kann Samuel gut verstehen. Hunde sind toll!“
„Na, Fee“, sagt da eine tiefe Stimme.
„Weihnachtsmann!“, freut sich Fee.
<Weihnachtsmann> „Diese Kiste leere ich immer wieder persönlich. Wünsche, die keine Weihnachtswerkstatt der Welt erfüllen kann. Und oft … bin auch ich machtlos.“ <Er seufzt> „Aber ich überlege mir, wie ich helfen kann. Samuel zum Beispiel, der wird in diesem Jahr noch keinen Hund bekommen. Seine Eltern haben keine Zeit, ihm dabei zu helfen, mit dem Tier zur Hundeschule zu gehen und so.“
„Ich hab eine Idee!“ Fee wedelt mit dem Schwanz. „Bestimmt hat einer der Plüti-Hunde große Lust, zu Samuel zu kommen. Und mit deinem Weihnachtszauber sind wir Plütis fast wie lebendig. Und immer echte Freunde fürs Leben!“
Der Weihnachtsmann lacht. „Da hast du recht, liebe Fee. Und wenn sich Samuel in ein paar Jahren immer noch einen Hund wünscht, wird er ihn bekommen. Wenn er ihn selber Gassi führen und erziehen kann.“
„Verstehe“, sagt Fee. „Manche Wünsche erfüllen sich nicht sofort. Aber irgendwann doch, wenn man sie sich ganz, ganz fest wünscht.“
Der Weihnachtsmann streicht sich über den Bart. „Ja. Und wenn’s nicht in meiner Macht liegt, dann …“ Er deutet mit dem Finger nach oben.
„Oooooh“, haucht Fee. „Das Christkind?“
Der Weihnachtsmann lächelt und nickt. „Wunder gibt es immer wieder. Und wünschen hilft. Wirklich!“ Er leert die kleine Kiste und verstaut die Wunschzettel in seinem Mantel – in der Brusttasche, dem perfekten Ort für Herzenswünsche. „So, nun muss ich weiter, sonst schimpft Teddy Eddy mit mir. Kommst du mit?“
„Na klar, wauwau! Tschüss, Mia, tschüss, Maik!“, ruft Fee und stürmt hinter dem Weihnachtsmann aus der Poststation. „Du, sag mal, Weihnachtsmann … dürfen sich kleine Stoff-Hunde auch was zu Weihnachten wünschen?“
<Weihnachtsmann lacht> „Na sicher. Alle dürfen sich etwas wünschen!“
„Fein!“, bellt Fee. „Ich wünsche mir, dass ich für immer bei dir bleiben darf!“

Hast du auch einen Wunsch? Dann schreibe ihn auf und wirf ihn in den großen Briefkasten ein. Du weißt ja jetzt: Auf die eine oder andere Weise bekommst du eine Antwort. Denn … wünschen hilft. Wirklich!