Schloßberg
 
Schon seit Jahrhunderten überragt der Schloßberg mit seiner burgartigen Bebauung die Stadt Sonneberg. Bereits aus dem Jahre 1295 datiert die erste urkundliche Erwähnung einer Burg der Ritter von Sonneberg.
 
1639 durch ein Unwetter schwer zerstört und in der Folge dem Verfall preisgegeben, waren Mitte des 19. Jahrhunderts nur noch einige Gräben und Wälle von der ehemaligen Burganlage übrig geblieben. Mit diesem Zustand wollten sich die natur- und heimatverbundenen Bewohner Sonnebergs nicht abfinden.
 
Im Januar 1844 wurde der Augustenverein, benannt nach der Meininger Prinzessin Auguste, mit dem Ziel der Verschönerung der Stadt Sonneberg und der Wiedererrichtung des Sonneberger Wahrzeichens gegründet.
 
Bereits am 19. Juni 1844 erfolgte nach Plänen des Architekten Karl Alexander von Heidelhoff die Grundsteinlegung für den Turmbau. Da der Bau ausschließlich über die Vereinseinnahmen finanziert wurde, ging dieser nur zögerlich voran. 1850 war der Turmbau zunächst abgeschlossen, bevor der Turm bis 1877 auf 20 Meter aufgestockt wurde. 
 
Der Schloßberg entwickelte sich schnell zum beliebten Ausflugsziel. In den Jahren 1952/1953 erfolgte die vorerst letzte größere bauliche Instandsetzung des Schloßbergensembles, welches in den Folgejahren, insbesondere nach seiner Schließung im Jahre 1991, wiederum ein Opfer des Verfalls wurde.
 
1996 schlossen sich 22 Sonneberger Bürger zusammen, um den "Schloßberg" vor der entgültigen Zerstörung zu retten und ihn in seiner alten Pracht auferstehen zu lassen. Nach nur sechs Monaten Bauzeit konnte im November 1997 der Schloßbergkomplex als Stätte der Gastlichkeit (Hotel Schloßberg) feierlich wiedereröffnet werden. Nach einer weiteren Schließung des Hauses befindet sich heute im Schloßberg wieder ein Hotel mit Gaststätte.
  

  
 

Burg Sonneberg vor der Zerstörung um 1555, Ausschnitt 
 

Blick zum Schloßberg
 

Historische Aufnahme 

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